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Milliardenhilfe für Katastrophenregion

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Milliardenhilfe für Katastrophenregion

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Nach der Jahrhundert-Flut rollt aus der ganzen Welt eine Welle der Hilfsbereitschaft auf die 13 betroffen Länder zu: rund 1,5 Milliarden Euro haben Regierungen bislang als Soforthilfe zugesagt und ähnliche Größenordnungen werden private Spenden erreichen. US-Präsident George W. Bush hat seine Vorgänger Bill Clinton und seinen Vater George Bush zu Spendenbeauftragen ernannt, um private Mittel locker zu machen. Zunächst gelte es aber, Soforthilfe für die Millionen Menschen auf den Weg zu bringen, die von den Tsunamis im Indischen Ozean heimgesucht worden seien, so Bush.

Die offizielle Zahl der Todesopfer bei der Flutkatastrophe ist inzwischen auf mehr als 150.000 gestiegen. Bis zu fünf Millionen Menschen in der Region sind aber auf materielle oder finanzielle Hilfe angewiesen. Ihnen sollen die Hilfsgelder das Überleben sichern. Japan hat bislang mit mehr als 370 Millionen Euro den größten Anteil am Spendenaufkommen, gefolgt von den USA, Kanada, China und Australien. In Europa stellte vor allem die norwegische Regierung mit 134 Millionen Euro den größten Geldbetrag bereit, gefolgt von Italien, Großbritannien, Schweden, Spanien und Frankreich. Berlin sagte rund 20 Millionen Euro zu, Bern 17 und Wien 8 Millionen Euro. Die Überlebenden der Flutkatastrophe sind nun vor allem von Wassermangel, Krankheiten und Hunger bedroht. Nach dem Chaos der ersten Tage werden die Hilfsmaßnahmen aber nun zunehmend koordiniert.