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Teile der Hilfsgüter kommen nicht an

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Teile der Hilfsgüter kommen nicht an

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An den von der Flutwelle heimgesuchten Küsten Indonesiens treffen mehr und mehr Hilfslieferungen ein. Aber nicht immer kommen sie sofort bei den Bedürftigen an. Auf der am stärksten von der Flutwelle betroffenen Insel Sumatra erreichte bislang nur ein Teil der Hilfslieferungen sein Ziel. Grund hierfür sind nach Angaben der Vereinten Nationen die fehlende oder zerstörte Infrastruktur und logistische Probleme. Neben den weit über 90.000 Toten hat der Tsunami rund 400.000 Küstenbewohner zu Flüchtlingen gemacht. Die Menschen werden auf Monate hinaus auf Hilfe von außen angewiesen sein.

Während die Nothilfe angelaufen ist, befassen sich die Politiker mit den langfristigen Maßnahmen. So gab der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono bekannt, dass sein Land zusammen mit anderen Anrainerstaaten des Indischen Ozeans ein Tsunami-Warnsystem aufbauen will. Auch soll ein nationales Erziehungsprogramm gestartet werden, um die Bevölkerung über die Gefahren von Erdbeben und Flutwellen zu informieren. Um weitere Maßnahmen nach der Katastrophe zu koordinieren, kommen am Donnerstag in der Hauptstadt Indonesiens führende Politiker aus der ganzen Welt zusammen. An dem Gipfeltreffen in Jakarta werden neben UN-Generalsekretär Annan auch US-Außenminister Powell, EU-Kommissionspräsident Barroso und EU-Ratspräsident Juncker teilnehmen.