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Winter und Vorboten von Reform treiben deutsche Arbeitslosigkeit nach oben

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Winter und Vorboten von Reform treiben deutsche Arbeitslosigkeit nach oben

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In Deutschland hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt zum Jahresende verschlechtert. Nach amtlichen Angaben kletterte die Zahl der Erwerbslosen im Dezember um 206.000 auf 4,46 Millionen. Das war der höchste Stand seit sieben Jahren. Die Arbeitslosenquote stieg auf 10,8 Prozent.

Die zentrale Agentur für Arbeit machte dafür den Winteranfang und die Vorboten der Arbeitsmarktreform verantwortlich. So seien in der Statistik erstmals auch erwerbsfähige Sozialhilfeempfänger aufgetaucht. Behördenchef Frank-Jürgen Weise machte aber auch konjunkturellen Ursachen verantwortlich. Trotz des Anstiegs der Arbeitslosigkeit sah Wirtschaftsminister Wolfgang Clement auch positive Signale. So sei die Zahl der Erwerbstätigen erstmals seit Jahren wieder angewachsen, sagte er beim Besuch einer Vermittlungsstelle in Köln. Entscheidend sei, dass die Reform nun in Kraft sei. In den kommenden Wintermonaten dürfte mit Verbesserungen kaum zu rechnen sein. Viele Branchen wie Bau, Landwirtschaft, Gartenbau und Gastronomie stellen erst wieder im Frühling ein.