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Zementhersteller Lafarge beklagt 345 vermisste Angestellte in Tsunami-Region

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Zementhersteller Lafarge beklagt 345 vermisste Angestellte in Tsunami-Region

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Nach der Flutwelle in Asien hat erstmals ein westliches Industrieunternehmen eine eigene Schadensbilanz vorgelegt. Der französische Zementhersteller Lafarge verlor nach eigenen Angaben in Indonesien mehr als die Hälfte seiner Beschäftigten eines Werkes. Von 625 Angestellten in Lhonga würden 345 weiterhin vermißt.

Das Werk gehört zu 13 Standorten, die Lafarge in den Katastrophengebieten betreibt. Dort arbeiten insgesamt 6400 Menschen, mehr als die Hälfte aller Lafarge-Mitarbeiter im Asien-Pazifik-Raum. Das Werk Lhonga befindet sich rund 25 Kilometer von Banda Aceh im Norden Indonesiens. Mit Hilfe der Konzern-Logistik transportierte Lafarge in den Tagen nach der Flutwelle etwa 200 Tonnen Lebensmittel, Medizin und Gerätschaften in diese Region, die dem Epizentrum des Seebebens am nächsten liegt. Außerdem habe das Unternehmen dort inzwischen vier Notfallzentren eingerichtet. Lafarge ist der größte Zementhersteller der Welt.