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Angst vor Kinderschändern in Katastrophengebieten Südasiens

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Angst vor Kinderschändern in Katastrophengebieten Südasiens

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Von der Flutkatastrophe besonders betroffen sind Kinder. Rund ein Drittel aller Opfer in den Krisengebieten sind Minderjährige und die Überlebenden müssen den Verlust von Familienangehörigen verarbeiten. Internationale Kinderschutzorganisationen befürchten sogar, das Kinderschänder und Menschenhändler die Folgen der Flutwelleausnutzen könnten.

Möglicherweise ist der 12jährige schwedische Junge Kristian nur einen Tag nach dem Desaster aus einem Krankenhaus in Thailand entführt worden. Sein Großvater meint, er könne dies nicht bestätigen. Er hoffe nur, das sein Enkel entführt worden sei, denn das würde bedeuten das er noch lebe. Die Hilfsorganisationen warnen die asiatischen Länder daher auch davor, übereilt Adoptionen statt zu geben. Noch sei nicht gewiss, ob Kinder tatsächlich verwaist seien oder nur von ihren Eltern getrennt wurden. UNICEF-Chefin Caroll Bellamy meint: “Wir befürchten, dass es einigen Menschen nicht nur um die Adoption von Kindern geht. Wir können nicht ausschließen, dass Kinder in die Hände von Menschenhändler fallen und missbraucht werden.” Offizielle Berichte über entführte oder verschleppte Kinder im Katastrophengebiet von Südasien liegen dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen aber nicht vor. UNICEF richtete Zeltstätten und Zentren für Kinder ein, die ihre Eltern suchen. Mit Hilfe von Photos wird dort versucht, möglicherweise auseinandergerissene Familien wieder zusammenzuführen.