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Gedenkfeiern in Thailand - UNO befürchtet 200.000 Tote durch Flutwelle

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Gedenkfeiern in Thailand - UNO befürchtet 200.000 Tote durch Flutwelle

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Im Sportstadion des thailändischen Ferienorts Phuket haben mehrere tausend Menschen der Opfer der Flutkatastrophe gedacht. Die Zeremonie wurde von buddhistischen Mönchen abgehalten. Die Gedenkfeier begann bei Anbruch der Dämmerung. Die Teilnehmer entzündeten Kerzen und kleine Papierlaternen.

Bislang hat die thailändische Regierung die Zahl der Toten mit mehr als 5.200 angeben. Allerdings befürchtet Ministerpräsident Thaksin Shinawatra rund 8.000 Tote, da die Zahl der Vermissten noch immer hoch ist. Am schlimmsten von der Flutwelle betroffen ist Indonesien. Nach offiziellen Angaben sind über 94.000 ums Leben gekommen. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen kamen in der gesamten Krisenregion mehr als 200.000 Menschen ums Leben. Unterdessen erklärte die Förderation vom Internationalen Roten Kreuz und Roten Halbmond, dass für den langfristigen Wiederaufbau der zerstörten Gebiete rund 420 Millionen Euro benötigt würden. Neben Deutschland erklärten sich Großbritannien dazu bereit, die finanziellen Hilfen aufzustocken. Auch anderen Orts ist die Spendenbereitschaft hoch. In französischen Gefängnissen haben Insassen gesammelt und fast 3.000 Euro zusammen bekommen. Noch immer befürchten verschiedene Hilfsorganisationen den Ausbruch von Seuchen in den Katastrophengebieten. Neben Cholera sei für geschwächte und traumatisierte Menschen in den Auffanglagern Malaria eine große Gefahr, hieß es. Die Weltgesundheitsorganisation WHO bestätigte, dass es in einzelnen Zeltstätten bereits zu Fällen von Durchfallerkrankungen gekommen ist. Die WHO sieht durch verschiedene Krankheiten das Leben von mindestens 150.000 Menschen bedroht.