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Hilfsorganisationen warnen vor Kinderschändern

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Hilfsorganisationen warnen vor Kinderschändern

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Die Flutkatastrophe könnte skrupellosen Kinderschändern und Menschenhändlern auf makabere Weise zugute kommen. Das befürchten internationale Kinderschutzorganisationen. Der Fall des 12jährigen schwedischen Jungen Kristian drang an die Öffentlichkeit: Das Kind wurde offenbar nur einen Tag nach dem Desaster aus einem Krankenhaus in Thailand entführt. Zuletzt soll er mit einem unbekannten Mann auf der Straße gesehen worden sein. Kristians Vater befürchtet, dass sein Sohn einem Pädophilen in die Hände gefallen ist.

Die Hilfsorganisationen warnen die asiatischen Länder daher auch davor, übereilt Adoptionen statt zu geben. Noch sei nicht gewiss, ob Kinder tatsächlich verwaist seien oder nur von ihren Eltern getrennt wurden. Auch Claire Calosci von der Organisation “Aide and action” meint, man müsse die Kinder in ihrem Umfeld lassen, nur dort hätten sie die Chance, ihre Leben wieder aufzubauen. Man könne die Hilfsbereitschaft zwar gut verstehen, aber man müsse auch weiterdenken und erkennen, dass die Zukunft der Kinder in deren Land liege. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, UNICEF, richtete Zeltstädte und Zentren für Kinder ein, die ihre Eltern suchen. Mit Hilfe von Photos wird dort versucht, möglicherweise auseinandergerissene Familien wieder zusammenzuführen.