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Yukos-Verfahren in Houston fortgesetzt

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Yukos-Verfahren in Houston fortgesetzt

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Nach der Festtagspause könnte das Gerichtsverfahren um den russischen Konzern Yukos im amerikanischen Houston in eine entscheidende Phase treten. Das unter Druck geratene russische Ölunternehmen hofft, durch eine Bankrott-Erklärung in den Vereinigten Staaten den Ausverkauf seines grössten Förderbetriebes Yugansneftegas zu stoppen. Yugansneftegas war im Dezember in einer umstrittenen Auktion für rund 7,5 Milliarden Euro an den russischen Staatskonzern Rosneft gegangen.

Das Gericht in Houston hatte zwar die Auktion bis Ende 2004 untersagt, hat jedoch keine direkte rechtliche Handhabe. Indirekt kann die US-Justiz jedoch gegen jeden vorgehen, der US-Recht verletzt – zum Beispiel durch Einreiseverbote. Gegen Yukos steht vor Gericht der Antrag der Deutschen Bank, die das Konkursverfahren anzweifelt und eine Zuständigkeit der US-Justiz insgesamt in Frage stellt. Die Deutsche Bank hatte ein Bankenkonsortium angeführt, das dem staatlichen russischen Gasmonopolisten Gasprom den Kauf von Yugansneftegas ermöglichen wollte. In letzte Minute hatte das Konso´rtium die Kreditzusage von 10 Milliarden Euro zurückgezogen.