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Abbas sagt Wahlkampfauftritt in Jerusalem an

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Abbas sagt Wahlkampfauftritt in Jerusalem an

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Der aussichtsreichste Kandidat auf den Gewinn der in zwei Tagen stattfindenden palästinensischen Präsidentschaftswahl, Mahmud Abbas, hat einen Wahlkampfauftritt in Jerusalem abgesagt. Er begründete dies mit dem zu erwartenden großen Aufgebot an israelischen Sicherheitskräften bei seiner Veranstaltung, das das Wahlkampfteam von Abbas als “imageschädigend” bezeichnete.

Der unabhängige Kandidat Mustafa Barghuti, dem bei der Abstimmung am Sonntag deutlich weniger Chancen als Abbas gegeben werden, wurde unterdessen in Jerusalem vorübergehend festgenommen, als er das Tor zum Tempelberg passieren wollte. “Sie verhaften einen Präsidentschaftskandidaten, der eine Erlaubnis hat”, rief er den Polizisten zu. Israel behauptet hingegen, es habe mit Barguti nur vereinbart, dass er an einer Konferenz teilnehmen könne. Ein Besuch auf dem Harem al-Scharif hingegen verstoße gegen die Abmachung. Die Wahl am Sonntag wird unter der Aufsicht von internationalen Beobachtern stattfinden. Ex-US-Präsident Jimmy Carter wird einer von ihnen sein. “Wir stehen mit den israelischen Behörden in Verbindung, für den Fall, dass es zu Komplikationen kommen sollte”, versicherte er. Israel hat angekündigt, während der Wahl seine Militärpräsenz in den Palästinensergebieten vorübergehend zu verringern.