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Thailand dementiert Gerüchte über Massenbestattungen europäischer Opfer

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Thailand dementiert Gerüchte über Massenbestattungen europäischer Opfer

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Die thailändische Regierung hat Berichte zurückgewiesen, wonach europäische Todesopfer der Flutkatastrophe in Massengräbern beigesetzt worden sein sollen. Deutschland und andere betroffene Länder hatten Aufklärung darüber verlangt, nachdem entsprechende Vermutungen in Medien geäußert worden waren. Auch Helfer vor Ort bestreiten dies: “In dieser Gegend bestatten wir nur Asiaten, vor allem Thais.” Alle ausländischen, noch nicht identifizierten Leichen würden an einem gesonderten Ort aufbewahrt, hieß es. Doch die Identifizierung ist ein Wettkampf gegen die Zeit, gegen den Verwesungsprozess.

Mittlerweile kann nur noch per DNA- oder Gebissanalyse festgestellt werden, ob es sich um eine weibliche oder männliche Person, einen Leichnam eines Einheimischen oder Ausländers handelt. Und tausende Opfer sind noch nicht identifiziert. Unterdessen reiste der britische Außenminister Jack Straw nach Phuket. London hatte zuvor die Regierungen der Katastrophengebiete aufgefordert, keine britischen Opfer in Massengräbern zu bestatten. “Die Leichen könnten zwar übergangsweise beerdigt werden”, sagte Straw, “aber sie müssten dann später wieder exhumiert und gekühlt gelagert werden. Und das wäre für die Angehörigen sehr schmerzvoll.” Auch Schweden forderte, ums Leben gekommene Landsleute müssten exhumiert werden, sollten sie in Massengräbern beigesetzt worden sein. Offiziell werden noch mehr als 700 Schweden vermisst, mehr als 50 Todesfälle sind durch Identifizierung der Opfer bestätigt.