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Französischen Journalistin bleibt im Irak verschwunden

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Französischen Journalistin bleibt im Irak verschwunden

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Frankreichs Außenministerium hat das Verschwinden der Journalistin Florence Aubenas im Irak offiziell bestätigt. Die 43jährige Reporterin der französischen Tageszeitung Liberation war seit 16. Dezember im Irak und wurde zuletzt am Mittwoch morgen in Bagdad gesehen. Seither fehlt jede Spur von ihr und ihrem irakischen Dolmetscher. Antoine de Gaudemar, der Redaktionschef von Liberation schilderted in der Redaktion herrsche Ausnahmezustand. Man habe sich an alle erdenklichen Behörden vor Ort gewandt, an die französische Botschaft, an die irakischen und amerikanischen Behörden. Das Verschwinden der Journalistin lässt die Furcht Frankreichs vor einer erneuten Geiselkrise im Irak wachsen. Erst vor wenig mehr als zwei Wochen waren die beiden Journalisten Christian Chesnot und Georges Malbrunot aus ihrer vier-monatigen Geiselhaft frei gekommen. Chesnot bezeichnete in einem Interview die Situation in Bagdad als sehr gefährlich. Die Leute gingen nach Bagdad hinein und kämen ins Hotel oder schnappten einen auf der Straße. Auch sein Leidensgenosse Malbrunot schätzte die Lage negativ ein. Es sei sehr schwierig geworden, in Bagdad und den sunnitischen Gebieten zu arbeiten, weil bewaffnete Gruppen Jagd auf Journalisten machten. Auch nach Einschätzung der Organisation Reporter ohne Grenzen ist der Irak für Journalisten das gefährlichste Pflaster der Welt.