Eilmeldung

Eilmeldung

Spannungen vor palästinensischer Präsidentschaftswahl

Sie lesen gerade:

Spannungen vor palästinensischer Präsidentschaftswahl

Schriftgrösse Aa Aa

Am Tag vor der Präsidentschaftswahl in den Palästinensergebieten hat die Wahlkommission in Ramallah Israel vorgeworfen, seine Kontrollmaßnahmen eher zu verstärken als zu verringern.

Israel hatte dies ursprünglich angekündigt, um eine ordnungsgemäßen Ablauf der Abstimmung zu gewährleisten. Ex-US-Präsident Jimmy Carter, einer der internationalen Beobachter vor Ort, wurde von der israelischen Regierung beauftragt, der palästinensischen Führung eine Warnung zu übermitteln. Nachdem am Freitag ein israelischer Soldat im Westjordanland erschossen worden war, droht Israel nun, Erleichterungen für Wähler könnten rückgängig gemacht werden. Mehr als 1,8 Millionen Palästinenser sind am Sonntag zur ersten Präsidentenwahl seit neuen Jahren aufgerufen. Gewählt werden soll ein Amtsnachfolger für den vor fast zwei Monaten verstorbenen Jassir Arafat. Unterdessen wurden am Samstag zwei spanische Journalisten im Gazastreifen kurzzeitig festgehalten, anschließend aber wieder freigelassen. Bewaffnete Palästinenser hatten sie offenbar für israelische Spione gehalten.