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Friedensabkommen für Sudan - doch nicht für Darfur

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Friedensabkommen für Sudan - doch nicht für Darfur

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Mit einem feierlich in Kenia unterzeichneten Friedensabkommen haben die sudanesische Regierung und Rebellen aus dem Süden einen Schlussstrich unter den längsten Bürgerkrieg Afrikas gezogen. Die westsudanesische Krisenregion Darfur ist darin allerdings nicht eingeschlossen.

Im Beisein mehrerer afrikanischer Staatschefs und des amerikanischen Außenministers unterzeichneten der Anführer der Rebellenbewegung und der Vizepräsident nach 21 Jahren Bürgerkrieg das Friedensabkommen. Dieses schreibt die ständige Waffenruhe fest, eine vorübergehende Regierungskoalition der Zentralregierung im Norden und der so genannten Volksbefreiungsbewegung im Süden sowie die Aufteilung der Erlöse aus dem Ölgeschäft zwischen beiden Seiten. Nach sechs Jahren kann der Süd-Sudan per Volksabstimmung entscheiden, ob er unabhängig werden will. Eine Lösung für Darfur ist aber noch nicht in Sicht. Seit 1983 währte der Konflikt, der schätzungsweise zwei Millionen Menschen das Leben kostete – vor allem durch Hunger und Krankheit. Die Rebellion wurde vom Kampf um die Erdölerlöse und ethnischen Spannungen geschürt sowie vom Versuch der Regierung, den Islam auch im vorwiegend von Christentum und Naturreligionen geprägten Süden durchzusetzen.