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Internationale Wahlbeobachter bisher zufrieden

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Internationale Wahlbeobachter bisher zufrieden

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Kurz nach der Öffnung der Wahllokale in den palästinensichen Autonomiegebieten äußerte die Wahlleitung in Ramallah Kritik an der israelischen Armee. Diese hätte sich nicht ausreichend aus den besetzten Gebieten zurückgezogen. Die insgesamt 800 internationalen Wahlbeobachter konnten bisher jedoch keine gravierenden Verstöße von Israel ausmachen. So sagte der ehemalige französische Premierminister Michel Rocard, er sei sehr zufrieden mit dem bisherigen Ablauf der Wahlen, aber man müsse abwarten, der Tag sei ja noch lang.

Auch der ehemalige amerikanische Präsident und Friedensnobelpreisträger Jimmy Carter stellte fest, dass sich die Israelis weitgehend an die Vereinbarungen hielten.Für alle Fälle hält er aber immer die Telefonnummer des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon bereit:“Gestern hab ich ihn wegen einiger Checkpoints angerufen, die nicht, wie versprochen, geöffnet waren”, so Carter. “Am Abend rief ich an, weil Leute in Ramallah zurückgehalten wurden – die durften dann durch. Ich hab seine Privatnummer und die Erlaubnis, dirket in seinem Büro anzurufen, wenn es irgendein Problem gibt.” Eine hohe und ungehinderte Wahlbeteiligung ist nach Meinung von Nahost-Experten besonders wichtig für Favorit Abbas. Nur dadurch könne er sich genügend Respekt für eine effektive Politik verschaffen, meinen sie. Genau dies wollen radikale Organisationen wie die Hamas oder der Islamische Dschihad verhindern. Sie riefen deswegen zum Wahlboykott auf.