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Orkantief sorgt für Chaos in Nordeuropa

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Orkantief sorgt für Chaos in Nordeuropa

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Orkanartige Stürme und Unwetter sind an diesem Wochenende über Nordeuropa hinweggefegt und haben mehr als ein Dutzend Menschen das Leben gekostet. Insbesondere in den Küstengebieten sorgten Wind und Regen für Überschwemmungen. Allein in Großbritannien kamen drei Menschen um. Tausende Häuser mussten evakuiert werden. Die Stadt Carlisle im Nordwesten des Landes versank vorübergehend im Dunkel, weil der Strom gekappt war.

Die Polizei suchte nach zwei Vermissten, die in den Fluten weggespült wurden. Das Orkantief war mit Spitzengeschwindigkeiten von um die 180 Stundenkilometer von Großbritannien über Skandinavien weiter Richtung Polen und Baltikum gezogen. Am schwersten betroffen waren Dänemark und Südschweden, wo mindestens elf Menschen ums Leben kamen. Dort wie im Baltikum war die Stromversorgung stundenlang unterbrochen, Fähr-, Bahn- und Straßenverkehr brachen zeitweise völlig zusammen. In Norddeutschland war der Bahnverkehr ebenfalls mehrere Stunden lahm gelegt. Zwei Menschen wurden vermisst. Die Stürme, die eine Spur der Verwüstung hinter sich ließen, blieben selbst in Russland nicht ohne Wirkung. In Sankt Petersburg mit seinen fünf Millionen Einwohnern stieg die Newa über die Ufer und überflutete Teile des Stadtgebiets.