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Palästinenser wählen Nachfolger für Jassir Arafat

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Palästinenser wählen Nachfolger für Jassir Arafat

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Die Wahl des neuen Palästinenserpräsidenten ist ohne größere Zwischenfälle angelaufen. PLO-Chef Mahmud Abbas sprach von einer guten Beteiligung. Der 69jährige gilt als klarer Favorit, den Umfragen zufolge kann er mit bis zu 65 Prozent der Stimmen rechnen. Er kündigte bereits an, im Falle seiner Wahl unverzüglich Verhandlungen mit Israel aufzunehmen. Israels Regierungschef zeigte sich dazu bereit, wollte aber zuerst über Sicherheitsfragen reden. Als einziger Ernst zu nehmender Konkurrent für Abbas gilt der Menschenrechtler Mustafa Barghuti. Er tritt als unabhängiger Kandidat an und lag in den Umfragen bei um die zwanzig Prozent. Wie Abbas gilt auch er als gemäßigt und plädiert für den Verzicht auf Gewalt. Neben Barghuti treten noch fünf weitere Kandidaten an, denen jedoch nur je zwei Prozent und weniger vorhergesagt werden.

1,8 Millionen Palästinenser können bis 19 Uhr Ortszeit im Westjordanland und im Gaza-Streifen ihre Stimme abgeben, auch die arabische Bevölkerung in Ost-Jerusalem konnte sich per Briefwahl beteiligen. Das Votum besiegelt das Ende der Ära Arafat und hat den Hoffnungen auf eine neue Phase bei den Friedensbemühungen Auftrieb gegeben.