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Friedensabkommen im Sudan unterzeichnet

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Friedensabkommen im Sudan unterzeichnet

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Grund zum Feiern: Zum ersten Mal seit 21 Jahren hat der Sudan eine wirkliche Chance auf Frieden. Mit einem Friedensabkommen haben die sudanesische Regierung und Rebellen aus dem Süden einen Schlussstrich unter den längsten Bürgerkrieg Afrikas gesetzt. “Auch wenn eure Leichen unter den Bäumen im Südsudan liegen, dann habt ihr euer Ziel erreicht,” rief ein Mann auf dem Straßenfest anlässlich des Friedensvertrages und spielte damit auf die getöteten Rebellenführer im Süden an.

Das Abkommen legt die ständige Waffenruhe fest, eine vorübergehende Regierungs-Koalition der Zentralregierung im Norden und der so genannten Volksbefreiungsbewegung im Süden sowie die Aufteilung der Erlöse aus dem Ölgeschäft zwischen beiden Seiten. Eine Lösung für Darfur ist aber noch nicht in Sicht. Im Beisein mehrerer afrikanischer Staatschefs und des amerikanischen Außenministers unterzeichneten der Anführer der Rebellenbewegung und der Vizepräsident das Friedensabkommen. Der Konflikt kostete etwa zwei Millionen Menschen das Leben. Der Kampf um Erdölerlöse, ethnische Spannungen sowie religiöse Differenzen heizten die Auseinandersetzungen über Jahre an.