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Trotz Warnung vor Rebellen: UN wollen Hilfseinsatz fortsetzen

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Trotz Warnung vor Rebellen: UN wollen Hilfseinsatz fortsetzen

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Ungeachtet jüngster Warnungen der indonesischen Regierung, die Lage in der Katastrophenprovinz Aceh sei wegen Rebellenaktivitäten nicht sicher, wollen die Vereinten Nationen ihren Hilfseinsatz fortsetzen. In der Region kämpfen Aufständische seit drei Jahrzehnten für die Unabhängigkeit von Jakarta. Dem von der Weltöffentlichkeit bislang weitgehend unbeachteten Konflikt fielen seitdem rund 12.000 Menschen zum Opfer.

Die Provinz Aceh wurde von der Tsunami-Flutwelle am 26. Dezember mit mehr als 104.000 Toten am Stärksten getroffen. Rebellen und Regierungstruppen gelobten zwar, angesichts der humanitären Katastrophe die Auseinandersetzungen ruhen zu lassen. Trotzdem kam es zu vereinzelten Scharmützeln. Der Leiter des indonesischen Rettungseinsatzes in der Krisenregion forderte Hilfsorganisationen auf, nur mit Genehmigung außerhalb der Provinzhauptstadt Banda Aceh zu arbeiten. Dessen ungeachtet haben die Vereinten Nationen angekündigt, ihre Hilfsmaßnahmen nicht herunterzufahren. Auf ihrer zweiten Geberkonferenz, die heute in Genf stattfindet, wollen die Vereinten Nationen die weitere Finanzhilfe festzurren. Daran nehmen die Vertreter von 250 Ländern und Hilfsorganisationen teil. Der UN-Chefkoordinator für humanitäre Hilfe, Jan Egeland, rief die reichen Nationen der Welt zu einer kontinuierlich Unterstützung für Südasien aber auch andere arme Regionen und Länder auf. Die deutsche Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul kündigte bei der Konferenz an, die von Berlin zugesagten 500 Millionen Euro vor allem für Frauen und Kinder einsetzen zu wollen.