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Hoffnungen auf Wende im Nahen Osten vorerst zerstört

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Hoffnungen auf Wende im Nahen Osten vorerst zerstört

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Israels Ministerpräsident Ariel Scharon hat der neuen Palästinenserführung vorgeworfen, weiterhin nicht gegen militante Kräfte vorzugehen. Die Armee sei angewiesen worden, ohne Beschränkungen alles zu unternehmen, um den Terror zu stoppen, so Scharon vor der sonntäglichen Kabinettssitzung in Jerusalem.

Mittlerweile soll nach Medienberichten die Wiederaufnahme der gezielten Tötungen angeordnet worden sein. Bereits am Samstag hatte sich Israel enttäuscht gezeigt über die Antrittsrede des neuen Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas. Die Gewalt reißt auch nach dessen Amtseinführung nicht ab. Palästinensische Extremisten schoßen Raketen auf die jüdische Siedlung Netzarim ab, ebenso wurde die israelische Stadt Sderot auch heute morgen wieder ins Visier genommen. Dabei kam es zu mehreren Verletzten. Im Gaza-Streifen starben mindestens acht Palästinenser bei Zusammenstößen mit der israelischen Armee. Ein Angriff israelischer Kampfhubschrauber auf ein Gebäude im nördlichen Gaza-Streifen heute morgen galt nach Armeeangaben einer palästinensischen Werkstatt zur Herstellung von Raketen und Mörsergranaten. Der als gemäßigt geltende Abbas hatte neue Hoffnungen für einen politischen Dialog der Palästinenser mit Israel ausgelöst. Doch schon bei seiner Antrittsrede äußerten radikale Palästinensergruppen Kritik, eine Waffenruhe käme für sie zur Zeit nicht in Frage.