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Operhaus sorgt für Missstimmung

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Operhaus sorgt für Missstimmung

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Etwas ist faul im Staate Dänemark – ein neues Opernhaus sorgt für Missklänge – und das bereits lange bevor der erste Ton dort erklungen ist. Es kracht hinter den Kulissen und die öffentliche Meinung empört sich, während Königin Margarethe dem edlen Spender bei der feierlichen Einweihung die Hand reicht. Das modernste Opernhaus der Welt – am Samstag abend in Kopenhagen eröffnet ist ein Geschenk an das ganze Land, sagt Dänemarks reichster Mann.

Ein überdimensionierter Toaster mit dem Charme eines Flughafen-Terminals sagen Kritiker, wenngleich die innere Gestaltung überzeugt. “Das ist das schönste Theater in dem ich je war”, schwärmt ein Tänzer des Ensembles, “für einen darstellenden Künstler ist die Bühne magisch und strahlt einen Magnetismus aus. Der Bühnenraum dieses Hauses ist einfach toll.” Und weil Maersk Mc Kinney-Möller, der Mäzen, umgerechnet 335 Millionen Euro bezahlte, bestimmte er den Standort, die Gestaltung. Er bekam seinen Willen, Architekt Henning Larsen hat sich von dem Bau distanziert.