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Nagelprobe für die Autorität von Abbas

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Nagelprobe für die Autorität von Abbas

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Der neugewählte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat seine Sicherheitskräfte angewiesen, jegliche Gewalt gegen Israel zu stoppen. Auf diese Weise solle der Kreislauf der Gewalt unterbrochen werden, sagte Abbas auch bei einem Treffen mit einer Delegation des israelischen Parlaments im Westjordanland. Israel hatte nach einem blutigen Angriff auf den Grenzübergang Karni in der vergangenen Woche den Dialog mit der neuen Palästinenserführung ausgesetzt.

“Ich denke, es ist falsch, nicht miteinander zu reden”, sagte Knesset-Mitglied Yossi Beilin. “Wenn wir an Frieden glauben und an das Ende von Terrorismus und Gewalt, müssen wir miteinander reden und uns nicht nur gegenseitig Vorwürfe machen oder boykottieren, wie Scharon es fälschlicherweise getan hat.” Die Pläne des neuen palästinensischen Kabinetts, die extremistischen Al-Aksa-Brigaden in den Sicherheitsapparat integrieren zu wollen, stoßen beim israelischen Ministerpräsidenten auf Skepsis. Er kündigte an, es werde für Abbas keine Gnadenfrist geben, um gegen militante Gruppierungen vorzugehen. Abbas müsse Raketenangriffe palästinensischer Extremisten auf israelisches Territorium verhindern. Morgen will Abbas bei einem Besuch im Gaza-Streifen radikale Palästinensergruppen wie den Al-Aksa-Brigaden und der Hamas auffordern, ihre Angriffe gegen Israel vollständig einzustellen. Unterdessen tötete die israelische Armee im Gaza-Streifen zwei Palästinenser, als sie Fahrzeuge auf dem Weg zu einer jüdischen Siedlung beschossen.