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Entführter Bischof im Irak freigelassen

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Entführter Bischof im Irak freigelassen

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Das Oberhaupt der katholischen Kirche in der irakischen Stadt Mossul ist freigelassen worden. Erzbischof Casmoussa war gestern von bewaffneten Männern entführt worden, als er auf dem Weg zu Familienbesuchen war.

Die Entführer sollen rund 165.000 Euro Lösegeld gefordert haben. Was zur Freilassung des Geistlichen führte, ist bislang unklar.

Unter 25 Millionen Irakern leben rund 650.000 Christen. Kirchen aber auch Moscheen waren in der Vergangenheit desöfteren Anschlagsziel von Aufständischen geworden. Experten bewerten dies als Versuch, inter-religiöse Spannungen im Land zu verschärfen.

Am Morgen kam es unterdessen in Bagdad zu einem neuen Selbstmordanschlag, mindestens ein Mensch starb. Das Fahrzeug des Attentäters explodierte vor dem Sitz der größten Schiiten-Partei im Land, auf dessen Chef Abdel Aziz Hakim bereits vor drei Wochen ein Anschlag verübt wurde. Hakim überlebte damals, seine Partei gilt als Favoritin für die am 30.Januar vorgesehene Wahl.