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Griechenland steht verschärftes Defizit-Verfahren bevor

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Griechenland steht verschärftes Defizit-Verfahren bevor

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Die 25 Finanzminister der EU-Länder haben heute in Brüssel die Verschärfung des Defizit-Verfahrens gegen Griechenland beschlossen. In einer inoffiziellen Sitzung der Minister gestern abend war dafür die Vorentscheidung gefallen. Griechenland stellt mit mehr als fünf Prozent Neuverschuldung den Negativrekord der Euro-Zone. Dem Land drohen nun finanzielle Sanktionen. Die Minister diskutieren aber auch eine Reform des Stabilitätspaktes.

Inzwischen haben mehr als die Hälfte der EU-Staaten zu hohe Defizite, darunter auch Deutschland. Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte daher Reformen vorgeschlagen. Die EU-Kommission solle vor der Verhängung von Strafzahlungen überprüfen, inwieweit konjunkturelle Schwankungen und Sozialreformen das Defizit mit verursachten.

Ein Vorschlag, den Frankreich und Italien unterstützten. Mehrere EU-Staaten, darunter Österreich, sind jedoch entschieden gegen Schröders Reformideen.