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Neue Gewalt überschattet irakischen Wahlkampf


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Neue Gewalt überschattet irakischen Wahlkampf

Am 30.Januar sollen im Irak Wahlen stattfinden, aber die Bedingungen dafür sind denkbar schwierig. Regelmäßig kommt es zu Zusammenstöße zwischen der US-Armee und Aufständischen.

Heute morgen explodierte das Fahrzeug eines Selbstmordattentäters in Bagdadvor dem Sitz der wichtigsten Schiiten-Partei SCIRI, die Favoritin auf den Wahlsieg ist. Drei Menschen starben. Die Interimsregierung von Ministerpräsident Ijaw Allawi versucht in dem herrschenden Klima der Angst einen Wahlkampf zu organisieren. Viele Politiker weigern sich aber beispielweise im Fernsehen aufzutreten, zu groß ist die Furcht vor eventuellen Anschlägen der Rebellen. In Basra im Süden des Landes fand ungeachtet des Bagdader Anschlages eine Wahlkampfveranstaltung der SCIRI-Partei statt. Von 29. bis 31.Januar werden die Grenzen des Landes geschlossen bleiben, lediglich Pilger, die aus Mekka zurückkehren, werden in dieser Zeit in den Irak einreisen dürfen. Doch das Chaos im Land wurde einmal mehr offenkundig, als heute morgen die Entführung des Erzbischofes von Mossul gemeldet wurde. Er war nur wenige Stunden wieder freigelassen worden. Ob Lösegeld bezahlt wurde, ist bislang unklar.
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