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Neuer ETA-Anschlag dämpft Hoffnungen auf Gewaltverzicht

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Neuer ETA-Anschlag dämpft Hoffnungen auf Gewaltverzicht

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Ein neuer ETA-Anschlag im spanischen Baskenland hat jünsten Hoffnungen auf einen Gewaltverzicht der Untergrundorganisation einen Dämpfer erteilt.

Eine Autobombe explodierte am Dienstag nachmittag in einem Nobel-Vorort der Industriemetropole Bilbao. Dabei wurde eine Angehörige der baskischen Regionalpolizei verletzt. Der Vorfall ereignete sich in Getxo, wo viele baskische Industrielle und Bankiers ihre Villen haben. Es kam dort in der Vergangenheit bereits mehrmals zu Anschlägen der ETA. Wenige Minuten vor der Detonation war bei einer baskischen Tageszeitung eine Warnung eingegangen. Am Sonntag hatte die ETA erklärt, zu Verhandlungen mit der spanischen Regierung bereit zu sein. Von einem Waffenstillstand war aber keine Rede. Der Vorsitzende der verbotenen Batasuna-Partei, die als politischer Arm der ETA gilt, erklärte kurz vor dem Anschlag, es gäbe noch keinen Friedensprozess. Man solle Vorsicht und Vernunft walten lassen. Der Streit um den politischen Statut des Baskenlandes hatte erst vor kurzem zusätzlichen Zündstoff durch den Ibarretxe-Plan erhalten. Das Vorhaben des Chefs der baskischen Regionalregierung sieht die Umwandelung des Baskenlandes in einen “Freistaat” vor, der nur noch lose an Spanien gebunden sein soll.