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Spanien und Marokko wollen gemeinsam gegen illegale Eiwanderung vorgehen

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Spanien und Marokko wollen gemeinsam gegen illegale Eiwanderung vorgehen

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Spanien und Marokko wollen gemeinsam den Kampf gegen illegale Einwanderung verstärken. Das sicherte Marokkos König Mohammed VI. dem spanischen König Juan Carlos in Marrakesch zu. Es ist der erste offizielle Besuch von Juan Carlos in Marokko seit 1979. In der spanischen Zeitung El Pais ersuchte Mohammed VI. die Europäische Union um Unterstützung im Kampf gegen die illegale Einwanderung. An Spaniens Küsten wurden im vergangenen Jahr fast 16.000 Illegale festgenommen. Jedes Jahr kommen Hunderte von ihnen beim Versuch die Straße von Gibraltar zu überqueren ums Leben.

Die Beziehungen zwischen Spanien und Marokko gelten als angespannt, seit Marokko 1975 die ehemals spanische Westsahara besetzte. Im Jahr 2002 ließ der damalige spanische Ministerpräsident Aznar eine kleine, unbewohnte Insel vor der Küste Marokkos vom Militär besetzen. Gemeinsam eröffneten Mohammed VI. und Juan Carlos in Marrakesch eine Ausstellung, die die gemeinsame Geschichte der beiden Länder zum Inhalt hat. Nach seinem Marrakesch-Besuch wird Juan Carlos an diesem Dienstag in Marokkos Hauptstadt Rabat erwartet. Mohammed VI. sprach von einer Entspannung in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern, seitdem der Sozialist Zapatero in Spanien an der Spitze der Regierung steht.