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Streikwelle in Frankreich

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Streikwelle in Frankreich

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Die Französische Regierung sieht sich mit einer Streikwelle im öffentlichen Dienst konfrontiert. Den Auftakt der auf drei Tage angesetzten Aktionen machte die Post. Nach Angaben der Postdirektion hatten bis zum Mittag 13 Prozent der der 300.000 Beamten ihre Arbeit niedergelget. Die Gewerkschaft sprach von 20 Prozent.

Gewerkschaftssprecher Jean-Francois Lascoux sieht 10.000 bis 12.000 Stellen von den Umstrukturierungsplänen der Post bedroht. Etwa die Hälfte der Poststellen in Frankreich sollen geschlossen werden. Regierungssprecher Jean-Francois Copé rief die Gewerkschaften zu Verantwortungsbewußtsein auf. Die Reformen würden weitergeführt und hätten nur das Ziel, Frankreich zu modernisieren und den öffentlichen Dienst beizubehalten. Neben der Post und dem Energiekonzern EDF/GDF haben für den Abend die Eisenbahner einen Ausstand angekündigt, der bis Donnerstagmorgen andauern soll. Besonders im Regionalverkehr wird mit erheblichen Behinderungen gerechnet. Der internationale Zugverkehr soll den Angaben zufolge ohne wesentliche Störungen weiterlaufen. Die SNCF will in diesem Jahr mehr als 3500 der insgesamt fast 170.000 Arbeitsplätze streichen, allerdings ohne Mitarbeiter zu entlassen.