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Condoleezza Rice for foreign secretary

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Condoleezza Rice for foreign secretary

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Befragung der designierten US-Außenministerim vor dem Senatsausschuß. Lächelnd nahm Condoleezza Rice ihren Platz ein – ihre Berufung konnte angesichts der republikanischen Mehrheit als sicher gelten.Wohl besonders in Europa wird man mit Interesse gehört haben, dass sie “der Diplomatie höchste Priorität” einzuräumen gedenkt. Rice wörtlich: “ Amerika wird geleitet von der Überzeugung, dass keine Nation allein eine sichere, bessere Welt schaffen kann. Allianzen und multilaterale Institutionen können die Anstrengungen friedliebender Nationen verstärken. Von dieser Überzeugung werde ich mich im Amt leiten lassen.“Nur der Wandel von Diktaturen in Demokratien könne die USA und die freie Welt sicherer machen, beschied Washingtons künftige Chefdiplomatin die Senatoren.Rice weiter : “ Anders als die letzten Dekaden des 20. Jahrhunderts können die ersten des 21. zur Ära der Freiheit werden. Wir in Amerika müssen dafür tun, was immer wir können, um sicher zu sein in unserer Welt, in der es noch Vorposten der Tyrannei gibt.“Und die nannte sie auch gleich beim Namen. Da sind aus der alten Achse des Bösen Kuba, Nordkorea und Iran, zu denen jetzt noch Weißrussland, Birma und Simbabwe hinzugezählt werden.

Zum Thema Irak-Krieg liess die bisherige Sicherheitsberaterin wissen, sie halte ihn auch nachträglich trotz mancher Fehleinschätzungen für völlig gerechtfertigt. Für einen endgültigen Abzug der US-Truppen könne sie sich auf keinen Zeitplan festlegen, denn: “ ……das Ziel ist es, unseren Auftrag zu erledigen. Und das heisst, die Iraker müssen in der Lage sein, die Dinge in ihrer eigenen Verantwortlichkeit zu regeln.” Obwohl Rice als loyale und enge Vertraute des Präsidenten den eher gemäßigten und eigenwilligeren Colin Powell ablöst, hoffen Diplomaten auf die “Eigendynamik des Amtes”. Rice werde gar nicht anders können, als eigene Positionen zu entwickeln und damit auch Differenzen mit Bush zu riskieren, meinen Diplomaten.