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Streikwelle in Frankreich

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Streikwelle in Frankreich

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In Frankreich wird der Streik im öffentlichen Dienst fortgesetzt.

Der Ausstand der Eisenbahner hat im Verlauf des Tages zu massiven Behinderungen im Berufsverkehr geführt. Im Großraum Paris kam der Verkehr auf einigen Strecken fast zum erliegen. Pendler drängten sich auf den Bahnsteigen. Die Bahngesellschaft SNCF teilte mit, nur jeder dritte Hochgeschwindigkeitszug TGV sei zum Einsatz gekommen. Der internationale Zugverkehr war allerdings nur in geringem Ausmaß betroffen. Die Eurostar-Züge zwischen Paris und London fuhren planmäßig. Ebenso fuhren die Thalys Züge zwischen Paris, Brüssel und Köln weitgehend nach Plan. Morgen um 8.00 Uhr soll der Ausstand der Eisenbahner beendet sein. Die Gewerkschaften protestierten mit der Streikwelle gegen Privatisierungspläne, Stellenabbau und Budgetkürzungen. Die Regierung Raffarin will die gesetzlich geregelte Arbeitszeitverkürzung flexibilisieren, um die französische Wirtschaft im internationalen Vergleich zu stärken. Die Gewerkschaften befürchten längere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich. In den nächsten Tagen sollen die Steiks auch auf Schulen, Energiebetriebe und Krankenhäuser ausgeweitet werden. Bereits heute legten Ärzte in rund 200 französischen Krankenhäusern die Arbeit nieder. Lediglich Notfälle wurden nach Angaben der Gewerkschaften behandelt. Für den 5. Februar kündigten die Gewerkschaften einen landesweiten Streik zum Erhalt der 35-Stundewoche an.