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Rice gesteht Fehler in US-Außenpolitik ein

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Rice gesteht Fehler in US-Außenpolitik ein

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Die demokratische Opposition im US-Senat hat eine Verlängerung der Anhörung der designierten Außenministerin Condoleezza Rice verlangt. Damit könnte sich deren Amtseinführung auf die kommende Woche verschieben. Der Senatsausschuss für Auswärtige Beziehungen stimmte der Ernennung von Rice unterdessen zu. Rice selbst gestand Fehler in der Außenpolitik ein. Man habe im Hinblick auf den Irak Entscheidungen getroffen, die gut gewesen seien, und solche, die nicht gut gewesen seien. Über solche Entscheidungen würde aber nicht sofort gerichtet, sie würden an ihren Folgen und Ergebnissen gemessen.

Entschieden widersprach Rice Zeitungsberichten, nach denen die USA Angriffsziele im Iran ausspähten und einen Krieg vorbereiteten. Der bisherige Außenminister Colin Powell verabschiedete sich indes von seinen Mitarbeitern. Er würdigte Rice als “liebe Freundin”. In seiner Abschiedrede hob er vor allem die außenpolitischen Erfolge während seiner Amtszeit hervor: “Wir haben viel erreicht, worauf wir stolz sein können. Ich habe das zwar koordiniert, aber ihr seid die Fußsoldaten des Bataillons.” Ausdrücklich bezeichnete Powell die Verbesserung der Beziehungen zu China und Russland sowie die Bewältigung der Krisen in Liberia, Haiti und Sudan als außenpolitische Erfolge der vergangenen Jahre.