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Zapatero bremst Optimismus wegen Spekulationen über Waffenstillstand der ETA

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Zapatero bremst Optimismus wegen Spekulationen über Waffenstillstand der ETA

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Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero hat in einem TV-Interview erklärt, dass er seine Wähler enttäuschen würde, wenn er in seiner Amtszeit nicht für ein Ende der Gewalt der ETA sorgen könnte. “Das war mein Wahlkampfversprechen”, sagte Zapatero. “Sollte sich nur die kleinste Chance bieten, dies in die Tat umzusetzen, dann wird meine Regierung – wie schon vorherige Regierungen auch – das tun”, so weiter.

Zu Spekulationen, wonach die ETA kurz vor einer Waffenstillstandserklärung stünde, schwieg der Ministerpräsident weitgehend. Zapatero warnte diesbezüglich vor Optimismus und sagte, seine Regierung handele auf Basis des Prinzips Hoffnung. Ein Anschlag der ETA am Dienstag hatte jüngsten Hoffnungen auf einen Gewaltverzicht der baskischen Untergrundorganisation einen Dämpfer erteilt. In einem Vorort Bilbaos explodierte eine Autobombe vor dem Haus eines bekannten baskischen Industriellen. Noch am vergangenen Wochenende hatte die ETA erklärt, zu Verhandlungen mit der spanischen Regierung bereit zu sein. Auf die Wesentlichste aller Forderungen Madrids, die nach einer Aufgabe des bewaffneten Kampfes, ging die Organisation nicht ein. Die vor 46 Jahren gegründete ETA kämpft für ein unabhängiges Baskenland und verübt seit 1968 Anschläge, denen bislang 816 Menschen zum Opfer fielen.