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Edouard de Rothschild steigt bei linkliberaler Zeitung "Liberation" ein

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Edouard de Rothschild steigt bei linkliberaler Zeitung "Liberation" ein

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In Frankreich hat der revolutionäre gesellschaftliche Kampf eine bittere Pille schlucken müssen. Ausgerechnet ein Vertreter des kapitalistischen Adels rettet die linksliberale Tageszeitung “Liberation” vor dem Untergang. Denn: Die Pariser Finanz-Dynastie Rothschild steigt ins Kapital des angeschlagenen Blattes ein.

Eine Mitarbeiterversammlung nahm ein Angebot von Edouard de Rothschild an, Liberation – zu deutsch: Befreiung – mit 20 Millionen Euro zu unterstützen. Rothschild wird dadurch mit 37 Prozent Hauptaktionär. 19 Prozent halten die Mitarbeiter, 17,3 Prozent der Filmverleiher Pathé, der Rest ist in Streubesitz. Liberation war 1973 vom Philosophen Jean-Paul Sartre und dem maoistischen Journalisten Serge July gegründet worden. Ziel war es, der politischen Linken eine gesellschaftliche Stimme zu geben. Wie die übrigen großen Pariser Tageszeitungen leidet aber auch Liberation zunehmend an dem schwächeren Anzeigengeschäft. Dies ist eine Folge des steigenden Einflusses von Online-Informationen und und der kostenlosen Zeitungskonkurrenz.