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Grossbrtiannien: Tories machen Ausländerpolitik zum Wahlkampfthema Nummer eins

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Grossbrtiannien: Tories machen Ausländerpolitik zum Wahlkampfthema Nummer eins

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Die britischen Konservativen haben die Ausländerpolitik zum Wahlkampfthema Nummer eins gemacht. In einer Pressemitteilung fordern sie unter anderem strengere Kontrollen für die Zuwanderung und handelten sich damit den Vorwurf ein, die Ausländerkarte auszuspielen, um auf diese Weise schlechte Umfragewerte zu verbessern. Die Konservativen, die im Mai gegen Blairs Labour-Partei gewinnen wollen, kündigten ein Jahreslimit für Einwanderung, eine Asylbewerberquote, sowie ein Punktesystem für Arbeitserlaubnisse an.

Der Vorsitzende der ebenfalls in der Regierungsopposition befindlichen Liberaldemokraten bezeichnete den Vorstoß der Konservativen als Verzweiflungstat und als Hard-Core-Politik. Oppositionsführer und Konservativenchef Michael Howard verteidigte sein Programm. In einem Zeitungsartikel schrieb er, es gebe Millionen von Ausländern, die in Großbritannien leben wollten. Man könne sie nicht alle aufnehmen. Jüngsten Umfragen zufolge hätten die Konservativen heute keine Chance Wahlen zu gewinnen. Bevor Blair mit der Labour-Partei 1997 das Ruder übernahm, waren sie 18 Jahre lang an der Macht.