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Fiat wartet im Streit um Verkaufsoption Gespräche mit General Motors ab

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Fiat wartet im Streit um Verkaufsoption Gespräche mit General Motors ab

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Der italienische Fiat-Konzern will die umstrittene Option zum Verkauf seiner defizitären Autosparte zunächst nicht ausüben. Das Unternehmen teilte mit, es werde den für den 1. Februar geplanten Abschluß der Gespräche mit General Motors abwarten. Fiat-Chef Sergio Marchionne sieht jedoch weiter die Möglichkeit, die Verkaufsoption vom 2. Februar 2005 bis zum Juli 2010 wahrzunehmen.

Im Jahr 2000 hatte Fiat 20 Prozent seiner Autosparte an GM verkauft und eine Option zum Verkauf der restlichen 80 Prozent an die Amerikaner vereinbart. GM hält diese Klausel nicht länger für gültig, da Fiat durch eine Kapitalerhöhung den GM-Anteil auf zehn Prozent verwässert habe. Dies streiten die Italiener ab und drohen mit rechtlichen Schritten. Sollte GM zu einem Kauf der Fiat-Anteile gezwungen werden, stünde der in einer Sanierung seines Europa-Geschäfts steckende US-Konzern vor erheblichen Schwierigkeiten. Andererseits wären bei einem Ausverkauf Fiats an GM in Italien heftige politische Diskussionen zu erwarten. Fiat ist der größte Arbeitgeber des Landes und häufig mit öffentlichen Mitteln unterstützt worden.