Eilmeldung

Eilmeldung

Juschtschenko will Ukraine an EU heranführen

Sie lesen gerade:

Juschtschenko will Ukraine an EU heranführen

Schriftgrösse Aa Aa

Der neue ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko will sein Land an die Europäische Union heranführen. Dies kündigte Juschtschenko nach seiner Vereidigung in Kiew an. An diesem Montag reist er nach Moskau, wo er mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammenkommt. Am Donnerstag wird Juschtschenko vor dem Europaparlament in Brüssel sprechen. Mit der Amtseinführung des 50-jährigen bisherigen Oppositionsführers endete in der Ukraine ein monatelanger Wahlstreit.

Auf dem Unabhängigkeitsplatz sagte Juschtschenko, für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft seines Landes sollten künftig europäische Maßstäbe gelten. Als Gäste nahmen unter anderen der deutsche Bundestagspräsident Wolfgang Thierse und der scheidende US-Außenminister Colin Powell an den Feierlichkeiten teil. Die EU will ihre Beziehungen zur Ukraine vertiefen. Ob die Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko Chefin der neuen Regierung wird, die Juschtschenko Anfang Februar bilden will, ist noch unklar. Der Weg des früheren Nationalbankchefs und Ministerpräsidenten Juschtschenko ins Präsidentenamt war durch wochenlange Proteste gegen Wahlfälschungen möglich geworden.

Letzte Versuche des früheren, von Russland unterstützten Ministerpräsidenten Viktor Janukowitsch, das Ergebnis der Wiederholung der Stichwahl vom 26. Dezember anzufechten, waren in der vergangenen Woche gescheitert. Im Zentrum Kiews feierte am Sonntagabend rund eine halbe Million Menschen den Beginn einer neuen Ära. Juschtschenko ist der dritte Präsident der unabhängigen Ukraine.