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Rotarmisten erinnern sich an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz

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Rotarmisten erinnern sich an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz

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Sie konnten nicht fassen, was sie da sahen, die Soldaten der Roten Armee, die am 27. Januar 1945 die Tore zum Vernichtungslager Auschwitz öffneten. Dabei fanden sie “ nur “ noch wenig mehr als 5.000 Häftlinge vor. Jene, die die SS unter Zeitdruck nicht mehr hatte ermorden können. Zu den Befreiern gehörte auch ein junger Soldat aus der Ukraine. Jakow Winnischenko kämpfte in der 322. Infanterie-Division

Der 79jährige zeigt seine ganz persönlichen Fotos aus jener Zeit.Er sagt: “ Die Häftlinge hielten einander mit Mühe aufrecht. Einige lachten und schrien, als sie uns sahen. Sie wollten uns anfassen, uns festhalten. Aber wir mussten doch weiterziehen. Der Krieg war noch nicht zuende. Da haben wir nur schnell mit unseren Feldküchen für sie gekocht, damit sie etwas zu essen bekamen. Sie waren so schwach, konnten nicht mehr laufen. So ausgemergelt…”

Auschwitz. Der Ort für Hitlers “Endlösung der Judenfrage”. Der fabrikmäßige Mord. Von anderthalb Millionen Menschen blieb hier nur Asche. Jakow Winnischenko sagt : “Wie kann man Menschen so quälen, dass sie nur noch Haut und Knochen sind? Nicht mehr aufrecht stehen können. Sie fanden nicht einmal weißen Schnee, den sie statt Wasser hätten essen können. Über allem lag der schwarze Ruß aus den Öfen….Ein schreckliches Bild. Man kann es nicht beschreiben.”