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UN gedenken Befreiung von Auschwitz

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UN gedenken Befreiung von Auschwitz

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Anlässlich des Gedenkens an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz vor 60 Jahren hat die israelische Regierung eine Studie über zunehmende Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus veröffentlicht. Weltweit wurden im vergangenen Jahr in Frankreich mit 96 die meisten anti-semitischen Zwischenfälle registriert, Großbritannien folgt mit 77 und Russland mit 55. Ein Sprecher des israelischen Forums gegen Antisemitismus bezeichnete das vergangene Jahr als Wendepunkt. Viele politische Führer hätten verstanden, welche Gefahr der Antisemitismus auch für die eigene Demokratie bedeute.

Die Regierungen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und andernorts seien entschieden gegen den Antisemitismus vorgegangen. Auch die Vereinten Nationen werden an diesem Montag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz gedenken. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Weltorganisation, dass sie sich in einer Plenarsitzung mit dem Holocaust befasst. Die Initiative zu dieser Veranstaltung hatte Israel ergriffen. Es musste sich verpflichten, die Gedenkstunde nicht für Ausführungen zur Tagespolitik zu nutzen. Auch der deutsche Außenminister Joschka Fischer will vor der UN-Vollversammlung eine Rede halten.