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Waffenrufe im Nahen Osten zum Greifen nahe

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Waffenrufe im Nahen Osten zum Greifen nahe

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Der neue Palästinenser-Präsident Machmud Abbas hat offenbar Fortschritte bei seinen Gesprächen mit radikalen Palästinensern erzielt. In einem Interview mit dem palästinensischen Fernsehen sagte er, daß ein Abkommen mit den Gruppen unmittelbar nahe bevorstehe. Vertreter der radikal-islamischen Hamas und des Islamischen Dschihad erklärten, Bedingung für eine Waffenruhe sei aber, daß Israel alle Angriffe einstelle. Zuvor hatten bereits Vertreter der Al-Aksa-Brigaden ihre Bereitschaft zu einer Waffenruhe erklärt.

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon begrüßte den Rückgang palästinensischer Anschläge in den vergangenen Tagen. Sein Stellvertreter Schimon Peres erklärte, Machmud Abbas habe bewiesen, daß er sein Wort halte: “Die wahre Infrastruktur unserer Beziehung zu den Palästinensern ist politisch und nicht technologisch. Es ist keine Beziehung zwischen Gewehren sondern zwischen Menschen”, sagte Peres. Die Bevölkerung der südisraelischen Stadt Sderot, die seit Monaten unter palästinensischem Raketenbeschuss steht, sieht das weniger positiv. Sie verlangt von der Regierung ein strenges Vorgehen gegen militante Palästinenser.