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Chinas Wirtschaft wächst unaufhaltsam - 9,5 Prozent Wachstum 2004

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Chinas Wirtschaft wächst unaufhaltsam - 9,5 Prozent Wachstum 2004

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Trotz offizieller Bemühungen, die Überhitzung der Konjunktur zu dämpfen, ist die Wirtschaft Chinas 2004 fast zweistellig gewachsen. Nach Angaben des nationalen Statistikamtes wuchs das Bruttoinlandsprodukt um 9,5 Prozent. Das war der größte Anstieg in acht Jahren. Volkswirte hatten allenfalls mit einem Plus von 8,6 Prozent gerechnet.

Damit reichten die Anstrengungen Pekings nicht aus, Investitionen und Schuldenaufnahme zurückzuführen. Die Konjunktur in der Volksrepublik steht offenbar nicht vor der Abkühlung. Gegenüber 2002 gab es einen Zuwachs von 1,4 Prozentpunkten, gegenüber 2003 noch einem einen Anstieg um 0,4 Punkte. Im internationalen Vergleich wächst die chinesische Wirtschaft mehr als doppelt so stark wie die der USA und fünf Mal so stark wie die der Eurozone. Offiziell hieß es, China habe eine konjunkturelle Achterbahnfahrt vermieden und erweise sich als stabil. Dagegen weisen Analysten auf die Notwendigkeit hin, die makroökonomischen Kontrollen zu verstärken. Die Wachstumsdaten dürften zudem den Druck auf die chinesische Zentralbank erhöhen, die Zinsen weiter anzuheben. Zuletzt hatten die Währungshüter die Leitzinsen erstmals seit neun Jahren wieder im Oktober erhöht. Auch die Kreditvergabe dürfte künftig restriktiver gehandhabt werden.