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Fünf Tage vor den Wahlen im Irak - Sicherheitslage weiter bedenklich

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Fünf Tage vor den Wahlen im Irak - Sicherheitslage weiter bedenklich

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Fünf Tage sind es noch bis zu den ersten freien Parlamentswahlen im Irak. In den Straßen von Bagdad hängen Wahlplakate, in Fernsehspots werden die Menschen aufgerufen, an der Abstimmung teilzunehmen. Doch irakische Extremisten versuchen weiterhin, den Urnengang zu verhindern. Attentate sind an der Tagesordnung, die Gruppe des Jordaniers Abu Mussab Al Sarkawi drohte erneut mit gezielten Anschlägen. “Natürlich gehe ich zur Wahl”, meint ein Passant in Bagdad. “Auf diese Abstimmung habe ich mein Leben lang gewartet.”

Im sunnitischen Dreieck, beispielsweise in Falludscha, ist die Stimmung eine andere. Hier wohnen viele Familien, deren Häuser bei amerikanischen Angriffen zerstört wurden. Zahlreiche Sunnitenführer hatten zu einem Boykott der Wahlen aufgerufen, die größte sunnitische Partei nimmt nicht teil. Die Menschen hier fürchten Ergebnis und Folgen der Wahl am Sonntag. Manche haben andere Sorgen: “Die Wahl ist mir egal”, sagt ein Anwohner, “soll gewinnen, wer will. Das Wichtigste für mich ist, meine Familie zu ernähren.” Nach der Festnahme mehrerer verantwortlicher Mitglieder der Sarkawi-Gruppe fahndet das US-Militär nun verstärkt nach dem Jordanier. Er wird in Falludscha vermutet.