Eilmeldung

Eilmeldung

Letzte Briten aus US-Gefängnis in Guantanamo nach London zurück gekehrt

Sie lesen gerade:

Letzte Briten aus US-Gefängnis in Guantanamo nach London zurück gekehrt

Schriftgrösse Aa Aa

Die USA haben die letzten in Guantanamo inhaftierten Briten frei gelassen. Die vier Terrorverdächtigen kehrten am Abend nach London zurück und wurden dort von der britischen Polizei in Gewahrsam genommen. Es werden ihnen Verbindungen zu Al-Kaida vorgeworfen. Ihnen droht nun eine Anklage nach dem britischen Anti-Terror-Gesetz. Ihre Anwälte beantragten eine Verschiebung des Verhörs auf einen späteren Zeitpunkt, da ihre Mandanten noch unter den traumatischen Erlebnissen ihrer Gefangenschaft litten.

Feroz Abbasi, Richard Belmar, Mozzam Begg und Martin Mubanga waren in den Jahren 2001 und 2002 in Pakistan und Afghanistan gefangen genommen worden und verbrachten danach rund drei Jahre in Haft. In Guantanamo seien sie misshandelt und gedemütigt worden und hätten lange Phasen der Einzelhaft erdulden müssen. London hatte sich vehement für die Freilassung britischer Gefangener eingesetzt, um zu verhindern, dass sie möglicherweise vor ein US-Militärgericht gestellt würden. Insgesamt werden in Kuba noch rund 500 Männer von den Amerikanern fest gehalten – das Recht auf einen Anwalt sowie die Nennung eines Verhaftungsgrundes wird vielen davon vorenthalten.