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Erste Anhörung im Fall van Gogh

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Erste Anhörung im Fall van Gogh

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In den Niederlanden ist das Verfahren gegen den mutmaßlichen Mörder von Theo van Gogh eröffnet worden. Die erste Anhörung fand in einem Hochsicherheitsbereich in Amsterdam statt. Der Angeklagte war nicht anwesend. Das Gericht wird vor Eröffnung der Hauptverhandlung prüfen, ob der mutmaßliche Täter, Mohammed Bouyeri, zurechnungsfähig ist.

Die Staatsanwaltschaft hat den 26-jährigen wegen Mordes und der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung angeklagt. Ihm droht eine lebenslange Freiheitsstrafe. Die Staatsanwaltschaft führte aus, Bouyeri habe damit gerechnet als Märtyrer zu sterben. Das ergebe sich aus einem Abschiedsbrief an seine Familie.

Der Filmregisseur van Gogh war am 2. November auf offener Straße in Amsterdam niedergestochen und anschließend erschossen worden. An seiner Leiche hatte der Mörder einen Brief hinterlassen, in dem die niederländische Parlamentsabgeordnete Ayaan Hirsi Ali bedroht wurde. Sie hatte das Drehbuch von van Goghs islamkritischem Kurzfilm überarbeitet, nach dessen Ausstrahlung van Gogh Morddrohungen erhielt.