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Gipfeltreffen zwischen Abbas und Scharon immer wahrscheinlicher

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Gipfeltreffen zwischen Abbas und Scharon immer wahrscheinlicher

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Die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme von Friedensgesprächen zwischen Israelis und Palästinensern wird vom Tod eines fünfjährigen Mädchens überschattet. Es wurde von israelischen Wachposten an der jüdischen Siedlung Gusch Katif im Gaza-Streifen getroffen, als sie das Feuer auf palästinensische Extremisten eröffneten, die eine Mörsergranate abfeuern worden. Der palästinensische Ministerpräsident Achmed Kureia forderte Israel deshalb erneut auf, alle seine Aggressionen einzustellen. Kureia sagte, diese Handlungen würden nicht zu einer Beruhigung der Lage beitragen.

Israels stellvertretender Ministerpräsident Shimon Peres sieht angesichts der Bereitschaft seiner Regierung zu direkten Friedensgesprächen und einem schrittweisen Abzug aus dem Gaza-Streifen die Palästinenser in der Pflicht. “Sobald wir mit dem Abzug beginnen, müssen beide Seiten involviert sein. Wir können uns nicht aus dem Gaza-Streifen ohne ein Abkommen mit der Palästinenserführung zurückziehen. Wir befinden uns bereits in der zweiten Phase des Prozesses, in dem sich beide Seiten zurückziehen müssen.” Im Süden des Gaza-Streifens kam es heute zu Spannungen zwischen israelischen Soldaten und palästinensischen Sicherheitskräften, die ihre Positionen übernehmen wollten. Die Chefunterhändler beider Seiten einigten sich schließlich darauf, dass die Palästinenserpolizei binnen 24 Stunden auch den südlichen Gaza-Streifen kontrollieren soll. Als Zeichen der Entspannung kündigte Israel bereits an, die gezielte Tötung palästinensischer Extremisten aussetzen zu wollen. Unterhändler beider Seiten wollen sich in der kommenden Woche erneut treffen, um ein Gipfeltreffen zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas vorzubereiten.