Eilmeldung

Eilmeldung

Prozess gegen Emilio Botin in Spanien begonnen

Sie lesen gerade:

Prozess gegen Emilio Botin in Spanien begonnen

Schriftgrösse Aa Aa

In Spanien hat der Prozess gegen einen der einflussreichsten Männer des Landes begonnen. Dem Chef der Bankengruppe Santander, Emilio Botin, wird vorgeworfen, an zwei seiner ehemaligen Mitarbeiter überhöhte Aufwandsentschädigungen gezahlt zu haben. Der 70jährige muss sich zunächst vor einem Gericht in Madrid zu den Anschuldigungen äußern. Ihm droht eine Haftstrafe in Höhe von sechs bis zwölf Jahren. Der Prozess soll einen Monat dauern, pro Woche sind drei Verhandlungstermine angesetzt. Er geht auf die Klage zweier Kleinaktionäre der Santander-Bank zurück.

Sie hatten vor zwei Jahren den Missbrauch von Geldern aufgedeckt. Die ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung der Bank, Jose-Maria Amusatequi und Jose-Angel Corcostegui, sollen demnach unberechtigte Abfindungen in Höhe von insgesamt 164 Millionen Euro erhalten haben, als sie in den Jahren 2001 und 2002 ihre Tätigkeit bei dem Bankhaus aufgaben. Amusategui, ehemals stellvertretender Geschäftsführer der Santander-Bank, und dem als dessen rechte Hand geltenden Corcostegui drohen im Falle einer Verurteilung Haftstrafen zwischen vier und acht Jahren.