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Fiat und GM vor Einigung: US-Konzern kauft sich aus Put Option frei

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Fiat und GM vor Einigung: US-Konzern kauft sich aus Put Option frei

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Im Streit um die Zwangsübernahme von Fiat gibt es offenbar in letzter Minute eine Einigung. Nach übereinstimmenden Informationen mehrerer Quellen wird sich der US-Konzern General Motors aus seiner sogenannten Put Option freikaufen. Im Gespräch war eine Summe zwischen 1,5 und 1,8 Milliarden Euro.

Damit wäre GM-Chef Rick Wagoner von der Verpflichtung entbunden, den italienischen Autobauer vollständig zu übernehmen. Ob mit der Milliardenzahlung die Probleme für Fiat-Chef Sergio Marchionnee geringer werden, ist indes noch offen. Nach Angaben der Investmentbank Morgan Stanley braucht Fiat mindestens drei Milliarden Euro für eine Sanierung. Fiat ist nach Börsenwert und Jahresumsatz nicht einmal halb so groß wie General Motors. Die Amerikaner wollten in einer Aufsichtsratssitzung in der Nacht zum Mittwoch in Detroit über die außergerichtliche Einigung mit Fiat beraten. Die Verkaufsoption für den Turiner Konzern war Teil einer breit gefassten Allianz zwischen GM und Fiat aus dem Jahr 2000. Durch sie sollten Kosten eingespart werden. GM hält die Option aber für nicht mehr gültig, da Fiat durch eine Kapitalerhöhung den Anteil GMs auf zehn Prozent halbiert habe.