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Paris greift französischer Wein-Industrie mit 70 Millionen unter die Arme

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Paris greift französischer Wein-Industrie mit 70 Millionen unter die Arme

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Die französische Regierung will die notleidende Weinindustrie des Landes mit 70 Millionen Euro unterstützen. Wie Landwirtschaftsminister Dominique Bussereau mitteilte, handelt es sich dabei um günstige Darlehen oder Steuererleichterungen. Erst kürzlich hatte der Pariser Senat bestimmte Beschränkungen bei der Alkoholwerbung aufgehoben, um den Winzern größere Marketing-Möglichkeiten einzuräumen.

Der französischen Wein-Industrie machenderzeit der gesunkene Konsum in der Heimat und die starke Konkurrenz auf den Exportmärkten zu schaffen. In der französischen Öffentlichkeit ist immer häufiger von einer Krise die Rede, vor allem in den Bordeaux-Anbaugebieten. Mit einer Jahresproduktion von knapp 60 Millionen Hektolitern, 144.000 Anbauorten und 240.000 festangestellten Beschäftigten erwirtschaftet die Branche einen Umsatz von elf Milliarden Euro. Damit ist Frankreich weltweit die Nummer zwei – hinter Italien. Von dort kommt für die Franzosen viel Ungemach. Im vergangenen Jahr lösten auf dem wichtigen US-Markt italienische Weine die französischen als beliebteste ausländische Rebsäfte ab. Überholt wurden die französischen auch noch von Weinen aus Australien.