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Der Papst im Profil

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Der Papst im Profil

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Karol Woytyla war einmal sehr sportlich. Noch als Papst fuhr er zuweilen Ski und ging in den Bergen wandern. Z.B. 1979 – damals war er 59 Jahre alt und wurde hin und wieder als Gottes Athlet bezeichnet. Ein Jahr zuvor wurde der 1920 in Polen geborene Kirchenmann zum Papst gewählt. Als erster aus einem kommunistischen Land, als erster Nichtitaliener seit fast einem halben Jahrtausend und mit 58 als jüngster seit hundert Jahren.

Im Mai 1981 der Schock: Papst Johannes Paul II wird von dem türkischen Fanatiker Mehmet Ali Agca mehrmals angeschossen und schwer verletzt. Die Welt hält den Atem an, der Papst überlebt, und verzeiht seinem Attentäter. Während die Beliebtheit des heiligen Vaters immer mehr zunimmt, beginnt dessen Gesundheit abzunehmen.

Doch inzwischen ist der sprachgewandte Pontifex, der sich stets in der jeweiligen Landessprache an die Gläubigen richtet, zu einem Weltreisenden geworden – insgesamt legte er bis heute mehr als eine Million Kilometer in seinen über 100 Auslandsreisen zurück. Er besuchte Katholiken in aller Welt – auch in Kuba. In den vergangenen Jahren wurden diese Reisen zunehmend beschwerlich, der heilige Vater leidet seit einigen Jahren an Parkinson und ist auf einen Rollstuhl angewiesen, auch das Sprechen bereitet ihm größte Mühe. Diskussionen um einen möglichen Rücktritt wiegelte der 85jährige jedoch mit den Worten ab “Auch Jesus ist nicht vom Kreuz gestiegen”.