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Stimmauszählung nach Irakwahl macht Fortschritte - Sunniten versöhnlich

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Stimmauszählung nach Irakwahl macht Fortschritte - Sunniten versöhnlich

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Drei Tage nach den Wahlen im Irak kommen von Repräsentanten der sunnitischen Bevölkerung erste versöhnlichen Worte. Mann respektiere, dass Millionen Iraker sich an den Wahlen beteiligten, hieß es in einer Erklärung der einflussreichen sunnitischen Vereinigung Islamischer Rechtsgelehrter. Da aber auch viele Menschen die Abstimmung boykottierten, werde die künftige Regierung nur eine “beschränkte Legimitation” haben, das Land zu führen, sagte Mohammed Bashar Al-Feidhi, Sprecher der Kleriker. “Wir werden uns nicht an einer Verfassung beteiligen, die unter Besatzung entworfen wurde,” so Al-Feidhi.

Erst am Dienstag hatte der irakische Übergangspräsident Ghasi Al-Jawar auch die Sunniten dazu aufgerufen, sich an der Erarbeitung einer Verfassung zu beteiligen. Jedoch stellte Al-Jawar auch fest, dass die Truppen der Koalitionsstreitkräfte den Irak nicht so schnell verlassen werden. Unterdessen machte die Auszählung der Stimmen Fortschritte. Aus fünf von 18 Provinzen ist ein Ergebnis an das Kontrollzentrum der Wahlkommission in Bagdad geschickt worden. Doch noch sind nicht alle Ergebnisse aus den rund 5.000 Wahlbüros eingetroffen. Mit einem Ergebnis wird erst in einigen Tagen gerechnet.