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Zwischen Fiat und General Motors droht nun Rechtsstreit

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Zwischen Fiat und General Motors droht nun Rechtsstreit

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Zwischen dem italienischen Fiat-Konzern und dem US-Autogiganten General Motors bahnt sich ein gnadenloser Rechtsstreit an. Nachdem die Verhandlungen über eine umstrittene Verkaufsoption der gesamten Fiat-Autosparte an die Amerikaner gescheitert sind, könnten diese nun zum Kauf gezwungen werden, erklärte Fiat in Turin. Man habe jetzt die Möglichkeit, die krisengeschüttelte Autosparte bis zum Juli 2010 nach eigener Entscheidung an General Motors zu verkaufen. Jetzt könnten jedoch die Amerikaner vor Gericht ziehen, denn sie sehen die im Jahr 2000 ausgehandelte Vetragsklausel nicht mehr als gültig an. Bei General Motors in Detroit hieß es, Fiat habe mit einer Kapitalerhöhung in Milliardenhöhe den ursprünglichen Vertrag verletzt. Die Anteile von General Motors an Fiat Auto hätten sich von 20 auf 10 Prozent verringert. Außerdem habe Fiat ohne Zustimmung aus Detroit seine Finanztochter Fidis verkauft. Die beiden Konzerne hatten seit Dezember in einem Schlichtungsverfahren versucht, eine Lösung für den Streit um die Vertragsklausel zu finden. Noch an diesem Dienstag hatte es geheißen, General Motors wolle Fiat einen Milliardenbetrag anbieten, damit die Italiener auf ihre Verkaufsoption verzichten.