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Friedensprozess in Nordirland gerät weiter ins Stocken

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Friedensprozess in Nordirland gerät weiter ins Stocken

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Die Krise im nordirischen Friedensprozess spitzt sich zu. Nachdem London und Dublin bekräftigt hatten, die Untergrundorganisation IRA sei für den größten Bargeldraub der britischen Geschichte vom 20.Dezember des vergangenen Jahres verantwortlich, will diese nicht mehr wie versprochen ihre Waffen vollständig abgeben. “Die beiden Regierungen haben einen Konfrontationskurs eingeschlagen”, kritisierte Gerry Adams vom politischen Arm der IRA Sinn Fein, “ohne Rücksicht auf Konsequenzen.”

Die IRA kündigte aber ebenso an, sie wolle sich an den vor fast acht Jahren geschlossenen Waffenstillstand halten. Unter den gegenwärtigen Bedingungen könne sie sich jedoch nicht am Friedensprozess beteiligen. Bei dem Bankraub im Dezember waren gut 31 Millionen Euro erbeutet worden. Die Polizei hatte die IRA für die Tat verantwortlich gemacht und auch die irische und die britische Regierung davon überzeugt. Die IRA selbst wies jede Beteiligung an dem Raub zurück.